Am 5. Tag haben wir in Brzeg Dolny einen Trainingswettkampf gemacht dabei wurden viele viele Persönliche Bestzeiten erreicht. Die Ergebnisse findet ihr in unserer Wettkampfdatenbank!

Tagesberichte

Sonntag, 16.10.2016

Hallo liebe daheim gebliebene Haie, Eltern von Haien und Interessenten an spannenden Liveberichten unserer lieben kleinen Vereinshaie.

Zum Glück verspätete sich der Busfahrer nach polnischer Manier um eine viertel Stunde, sodass wir keinen unserer Langschläfer-Haie in Berlin lassen mussten. Traditionell wurde im Bus Ice Age, The Incredibles und zum Ende hin lautstark Musik gespielt. Aber auch das überstanden alle mehr oder weniger wach und mit einer ersten Verletzung – eine fiese Stufe aber auch.

Der Bus fuhr kaum auf den Parkplatz, da hörte man schon: „Auf die Plätze… Ab!“ – und die größeren Haie starten schon mit der ersten Wassereinheit mit anschließendem Kaffeeklatsch im Babyplanschbecken. Direkt im Anschluss der zweiten Einheit des Tages, wo die jüngeren Haie die schöne Halle teils wieder und teils neu erleben durften, genossen wir ein Abendbrot mit recht mäßiger Auswahl und im traumhaften Ambiente des Kraftraums, da eine Hochzeitsgesellschaft den Essensraum okkupierte. Mit 10 minütiger Verdauung machten wir uns auf in die Turnhalle um die nächsten Verletzungen zu erleiden – wortwörtlich Zombieball. Aber zum Glück blieben all unsere jungen Haie unverletzt, nur die Trainer überschätzten ihre Kräfte. Die selbstgewählten Gruppen saßen nach erschöpfendem Spiel in kleinen Kreisen und senierten über kreative Gruppennamen:

Rokita-Sardellen, Space Nutella, DIE GenialenRockendenUndProffesionellenPerfektenEishaie und Die durchnässten GlitzerMarshmallows mit Bananengeschmack haben sich in diesem Jahr zusammengefunden um eine Woche lang gemeinsam Sport zu treiben.

Wir freuen uns auf eine schöne Woche und senden liebe Grüße aus Raum 107, wo eine intensive Runde Werwolf den ersten Abend abrundet.

Michelle & Gregor

Montag, 17.10.2016

Während die Ersten Wecker klingelten, vernahmen wir auch schon einige laute Trainerstimmen, die die müden Langschläfer aus ihren süßen Träumen rissen. Als wäre es nicht schon genug, so früh aus den Federn gescheucht zu werden, mussten wir uns auch noch in die eisige Kälte hinauswagen. Mit müden Gliedern, halb schlafend, taumelten wir um den Häuserblock. Spätestens durch motivierende Sportübungen, angeleitet durch Franz, kam dann auch Leben in die letzten Gesichter. Mit prall gefüllten Bäuchen konnte die erste Trainingseinheit für die kleinen Haie beginnen. Motiviert und engagiert, wie wir Haie nun mal sind, haben wir unseren Wasservorrat aufgefüllt. Anstatt nur Wasser rumzuschleppen, durften wir nun endlich auch in unserem Element aufgehen. Entgegen unserer Gewohnheiten wurden wir heute noch eine halbe Stunde länger von unseren Trainern durchs Wasser gehetzt. Nach dieser Anstrengung hatten wir uns ein reichhaltiges Mittagessen verdient. Darauf folgte eine energieaufladende Mittagspause. Von neuen Kräften erfüllt, konnte die zweite Schwimmeinheit beginnen. Vom Schwimmtraining völlig ausgelaugt, wurden nun die letzten vorhandenen Kräfte für das Fußballturnier aufgebracht. Unsere Lieblingseinheit im Trainingslager stand bevor: Essen!!! Von dem Gedanken getrieben, Ostring auch an Land besiegen zu können, wurde fleißig für ein Völkerballturnier trainiert. Nun aber Schluss mit den sportlichen Aktivitäten und ab in die Schlummerkisten.

Luis, Hannah, Nicole & Maja

Dienstag, 18.10.2016

3. Logbucheintrag

Nebel hing über unserer Unterkunft wie eine Decke, die jeden Laut verstummen ließ und auch die Sicht raubte und trotzdem weckten uns die Quälgeister, welche jeden Tag dafür sorgen, dass wir uns morgens auch genug bewegen. Sie ließen uns herumhüpfen, scheuchten uns um Ecken, als gäbe es keinen (weiteren) Morgen mehr und fanden jeden der ging, egal wie gut er sich versteckte. Sie gewährten uns nur ein paar Bissen eines noch dazu nicht gerade reichhaltigen Frühstückbuffets. Danach trennten sich wie am Tag zuvor schon die Wege der großen und kleinen Haie: Die Kleinen verbesserten ihre Schwimmtechniken im nicht gerade chlorarmen und auch nicht wirklich kühlen Nass, während die großen Haie Muskeln beim Krafttraining kennenlernen durften, die sie bis dato noch nicht kannten. Danach begaben sich alle Haie auf den langen Weg der Ausdauerverbesserung. Die Jüngeren nun an Land in der Halle und die Älteren 90 Minuten lang im Wasser. Um sich für den Nachmittag zu rüsten, folgten Mittagessen für den Magen und Ruhe für Geist und Körper in einer viel zu kurzen Mittagspause. Dann standen die Plagegeister (unsere liebevollen Trainer) schon wieder auf der Matte und das Spiel ging in die nächste Runde. Das Wasser der direkt nebenan stehenden Halle wurde wieder von dem jüngeren Teil der Mannschaft ins Visier genommen und zur gleichen Zeit verbrachten die Älteren eine entspannte halbe Stunde mit Relaxionsübungen (die Monster lassen auch manchmal Gnade walten). Total relaxed ging es dann auch für sie ins Woda, wie es auf Polnisch heißt. Doch danach war immer noch nicht Schluss für heute. Unsere werten Trainer hatten einen Herbst-Biathlon vorbereitet. Zwölf riesige und furchtbar anstrengende Runden lang pflügte die gesamte Gruppe durch das matschige Grün des Grases auf dem Vorplatz des Hotelkomplexes. Nach jeder Runde waren fünf Wäscheklammern in einen extrem kleinen und weit entfernten Eimer zu werfen. Für jeden Fehlwurf mussten Strafrunden absolviert werden, oder wie unsere liebenswerten Trainer sagen: Durften Bonusrunden gelaufen werden. Abgerackert und verschwitzt ging es erst unter die wunderbar warme Dusche und dann zum Abendbrot. Der Tag endete dann mit der täglichen Routine: Der Vereinshai Bruzilla suchte sich ein aufgeräumtes Nachtquartier und Haie, die noch nicht schlafen mussten, suchten die Werwölfe von Düsterwald. Danach fielen auch sie müde und erschöpft ins Bett. Auf das der Nebel und das Training morgen weniger erdrückend sind.

Lina, Pauline, Ole

Mittwoch, 19.10.2016

Servus, sagt der Hahn in Polen um 7 Uhr morgens nicht… aber egal der Frühsport wird trotz starkem, reißenden Regen durchgezogen! Na gut nach zwei Runden um den polnischen Komplex geht’s dann in die Turnhalle um den morgendlichen Sport ohne weitere drohende Erkrankungen zu meistern.

Nach der extra Portion Rührei zum Frühstück kam der Ruf aus der Tiefe gegen 9 Uhr für die kleinen Haie und es ging Kopfüber wieder rein in die Suppe. Zeitgleich befinden sich die „großen“ Haie in der Halle des Anwesens um Catch Ball zu spielen. Die Wachablösung in der Halle um 10 Uhr ist für die einen Erlösung und für die Anderen bevorstehendes, sportliches Peinigen zu gleich. Nach 90 Minuten Wassertraining der Gruppen 3 und 4 und einem heroischen Völkerballtunier der Gruppen 1 und 2 schlägt auch die letzte Uhr auf 12. Es wird zu Tisch gebeten! Unter dem rustikalen Ambiente werden Kartoffelsuppe als leckere Vorspeise gereicht und den Höhepunkt des Gourmets bilden Hähnchenkeulen begleitet von Pommes. Nach dieser kulinarischen Reise galt das alte Bauern Sprichwort: „Nach dem Essen sollst du ruhen oder 1000 Schritte zu Lidl ´tuen“. Die Regenerationszeit von Haien darf an diesem Mittwoch keine lange sein. Denn um 14 Uhr geht’s wieder weiter mit der letzten Wassereinheit des Tages. Unter Beobachtung der kleinen Schwimmer, welche sich in der tropenartigen Umgebung warm machten, zogen die Großen ihre letzten Trainingsbahnen durch die human temperierten Gewässer der Schwimmhalle. Lange Planschphasen nach dem Training und das traditionelle Wasserrutschturnier wurden als Kompensation des harten Trainings veranlasst. Aber wer denkt das das schon alles war, hat die Rechnung ohne die reizenden polnischen Spinning Bike Trainerinnen gemacht. Der Raum ist kaum größer als 2 Frachtcontainer, es gibt 2 Fenster (beide geschlossen) und im Raum stehen gute 20 Spinning Bikes die nur darauf warten, von den größeren Haien gefahren zu werden und nach 5 Sekunden bemerkt auch der Letzte ambitionierte Fahrer die beiden lautstarken Boxen im Raum. Die Kombination aus euphorischen, englischen Anweisungen und der sehr Bass der intensiven Musik lassen keine Wasserflasche leer und kein Handtuch trocken, genau wie die kleinen Haie, die während der indoor Radtour der großen ihren Spaß im Wasser hatten. Nach den Strapazen des Tages bis dato zogen die Berliner Haie unter spanischer Musik in den Speisesaal ein. Die letzte Beute an diesem Mittwoch waren neben dem üblichen Brot, Wurst und Käse auch mundende Klößchen mit Hackfleisch Füllung womit jeder Energiespeicher wieder gefüllt werden konnte. Man ahnt es schon, jener Energiespeicher würde noch am selben Abend in Anspruch genommen werden. Nach Klammerhasche und den beliebten mini „Strohpuppeturnier“ ging es für die kleinen Haie ins HAIErchen und die großen spielten noch Ultimate Frisbee und Fußball. Abgerundet mit zwei Runden Werwolf endete auch ein weiterer Tag in Brzeg Dolny.

Niclas

Brzeg Dolny, den 20.10.2016

5. Logbucheintrag

SIEBEN UHR. Jeden verdammten Tag. Auch heute. Zum Glück das letzte Mal dieses Jahr. Wenigstens gab es zwei Lichtblicke: 1. Der Blick aus dem Fenster in die kalte Morgensonne im seichten Nebelschleier. 2. Der frühe Sport fand entgegen unserer Erwartungen nicht in der uns bislang jeden Tag weckenden erfrischenden Kühle hier im Osten statt, sondern in der wohl temperierten Halle. Wir verweichlichen hier langsam. Nach der ersten Runde körperlicher Betätigung, folgte die Nahrungsaufnahme, welche uns Kraft für den darauffolgenden Trainingswettkampf gab. Gestartet wurden zunächst 25m, 50m und 100m Strecken, bei welchen sowohl Klein als auch Groß das in dieser Woche Gelernte erfolgreich unter Beweis stellten: Persönliche Bestzeiten sowie große Trainingserfolge wurden erzielt. Doch damit sollte die letzte Wassereinheit dieses Trainingslagers noch nicht zu Ende sein. Es folgte der Staffelwettkampf der Teams, in dem der Zusammenhalt der einzelnen Gruppen und des gesamten Vereins ersichtlich wurde. Glücklich und zufrieden mit dem Erreichten hüpfte die gesamte Mannschaft und Frauschaft in den Wellnessbereich des Bades, welcher aus einem Spielebecken, der Wasserrutsche und einem Babybecken besteht, um ein Gruppenbild vom kompetenten polnischen Bademeister schießen zu lassen. Danach wurden die Erfolge dieser bewegenden Woche mit einer abschließenden Spielerunde gefeiert. Dabei vergaßen einige kleinere Haie, dass es direkt im Anschluss Mittag gibt und versuchten die Größeren (mit ihren Fingernägeln) zu verschlingen. Doch dieser Snack reichte ihnen nicht, sodass sie wenig später ganze Rinder und Hühner verzehrten. Ein paar Klöße und verschiedene Salate noch dazu. Die Großen halfen ihnen dabei. Vollgefressen und schläfrig schwammen die Haie zur Ruhe. Diese Pause war auch dringend nötig, denn um 15 Uhr – zwei Stunden später – begann die letzte sportliche Aktivität. Das allseits bekannt und beliebte Geländespiel stand auf dem Programm. Jeder mobilisierte seine letzten Kräfte und raffte sich unter Anfeuerungsrufen der Teammitglieder zusammen zu den vier verschiedenen Parcours. Nach vollbrachter Arbeit ging es noch einmal kurz unter die Dusche und danach zum Abendbrot. Gemäß der Tradition ließen wir den Abend krachend ausklingen und gaben die Ergebnisse der diesjährigen Gruppenwettkämpfe bekannt: Strahlende Sieger waren dieses Jahr die „Durchnässten GlitzerMarshmallows mit Bananengeschmack“. Darauf folgten auf Platz zwei „Space Nutella“ mit nur einem Punkt Vorsprung vor dem geteilten dritten Platz, den die „Rokita-Sardellen“ und „DIE GenialenRockendenUndPerfektProfessionellenEishaie“ belegten.

Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an alle Teams für ihre großartigen Leistungen!

Diese Erfolge wurden daraufhin in unserer Disco zelebriert. Nach so viel Tanzen werden die Beine nun mal schwer, sodass sich die Kleinen in ihre Betten legten und nun bereits vom nächsten Trainingslager träumen. Von Schlafen ist für die Großen im Moment noch nicht die Rede, sie müssen erst noch ein paar Mörder enttarnen, bevor auch sie ins Land der süßen Träume entschwinden dürfen.

Zoe, Ole und Nicole

i.A. Constantin – Der Faule

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