Am Sonntagmorgen auf dem Parkplatz des Sportforums Hohenschönhausen trafen sich junge und etwas in die Jahre gekommene Haie, um sich auf eine gemeinsame Reise zu begeben. Nach einer gefühlten 3-stündigen Verspätung ging die Fahrt dann endlich los. Die holprigen und kurvenreichen Straßen konnten uns unsere Vorfreude auf das Trainingslager nicht verderben und so erreichten wir gut gelaunt unser Ziel Brzeg Dolny. Nachdem alle ihre Zimmer bezogen hatten, begaben wir uns direkt ins Wasser, um die ersten Bahnen zu ziehen. Diese Erfrischung machte uns hungrig und somit konnten wir das Essen kaum noch abwarten. Pünktlich um 19 Uhr wurde uns eine Reihe von polnischen Spezialitäten aufgetischt, die sofort von allen verspeist wurden. Da die Mägen einiger Sportler immer noch nicht ganz gefüllt waren, verwandelten sie sich im Verlaufe des Abends in Werwölfe und verschlungen unschuldige Bürger.

Am nächsten Morgen führte uns der Duft von frisch gebrühtem Kaffee um 8:30 Uhr in den Speisesaal. Gestärkt von Rührei, Toast und anderen Leckereien sprangen wir motiviert ins 27°C warme Wasser. Die 8x8x25m aller Lagen stellten anfänglich keine große Schwierigkeit dar. Doch von Lage zu Lage verschwanden so langsam unsere Kräfte. Noch ein paar Runden Ausschwimmen und dann ging es auch schon zum deftigen Hähnchenkeulen-Essen. Nach einer entspannenden Mittagspause teilte sich die Gruppe in zwei Mannschaften und wir spielten von 15 bis 16 Uhr eine Runde Ultimate Frisbee. Besonders vorzuheben ist hierbei die Leistung unseres Gruppen-Ältesten Reiner, der selbst bei einem angerissenen Ohr kein Pardon kannte. Danach gab es eine kleine Verschnaufspause, um sich auf die nächste Wassereinheit um 17 Uhr vorzubereiten. Nach der Wassereinheit genossen Einige das Wärmebecken, die Sauna oder einfach nur die heiße Dusche. Wer hätte das gedacht, zum Abendbrot gab es wieder Hähnchen, nur kleiner und in Flügelform. Zum Ausklang des Tages mussten wir nochmals auf die Mördersuche gehen.

Der darauffolgende Tag sollte für Einige nicht gut enden. Am Anfang gab es nur zwei Invalide, jedoch vermehrte sich die Tapebänder-Seuche über den Tag hinweg auf die Körper weiterer Sportler. Sie waren daran zu erkennen, dass sie bunte Streifen an verschieden Körperstellen trugen. Jetzt aber zum Training. Die große Aufgabe war es, einen Block aus 4x4x100m erste Hauptlage in unterschiedlichen Intensitäten zu schwimmen, wobei wir ein Augenmerk auf unseren Puls legen sollten. Nach Mittagessen und Ruhezeit ging es zum Yoga und Krafttraining. Obwohl wir die Sonne bei den Yoga-Übungen mehrfach grüßten, bekamen wir sie an diesem Tage leider nicht mehr zu Gesicht. Aus diesem Grund verzogen wir uns in die Schwimmhalle zum Sprinttraining. Um Kräfte zu tanken, genossen wir gemeinsam zum Abendbrot Maultaschen mit nicht klar identifizierbarer Füllung und danach machten wir uns auf, die Werwölfe zu enttarnen.

Am Morgen des nächsten Tages trafen wir uns wieder an unserer großen Tafel zum gemeinsamen Frühstück. Hierbei waren die unterschiedlichen Empfindsamkeiten der einzelnen Personen deutlich in deren Gesichtern zu erkennen. Wie sollte es auch anders sein, natürlich durften wir uns auch heute wieder in unserem gewohnten Element bewegen. Der Großteil des Trainings, bei welchem wir uns mit 4x400m Kraularme und 4x100m Kraulbeine quälten, stellte für einige Haie eine kleine beziehungsweise auch größere Herausforderung dar. Die Zeit verging wie im Flug und schon stand das Mittagessen auf dem Plan. Eine Jubelwelle brach aus, als das Essen als Schnitzel und Pommes identifiziert wurde (wir brauchen nunmal Kalorien!!!). Vollgefuttert und mit heiteren Mienen begaben wir uns für ein kleines Haierchen in unsere Zimmer. Nachfolgend gab es eine Revanche bei Ultimate Frisbee. Es lässt sich jedoch festhalten, dass es einen klaren Sieger gab und sich außerdem einige kleinere Aggressionen bei mehreren Spielern anstauten. Diese konnten sie jedoch zum Glück im Wasser loswerden, spätestens als wir Staffeln schwammen, war der Teamgeist wieder geweckt. Und ja, auch wenn man es nicht glauben mag, selbst wir sind noch nicht perfekt, sodass unser Supertrainer die ein oder andere Sache bezüglich unserer Starts bemängelte. Seine Verbesserungsvorschläge konnten wir jedoch kompetent und schnell umsetzen. Auch das Abendessen hielt wieder eine Überraschung bereit mit Pizzaburgern und Krakauern. Manch` einer mochte das, manch` einer auch nicht. Damit wir ruhig schlafen konnten, mussten wir erst noch den ein oder anderen Kriminalfall lösen.

Der Nebel am Donnerstagmorgen konnte uns nicht die Laune vermiesen, die Trainingseinheiten an diesem Tag zu bestreiten. Wir meisterten den Trainingsplan, der beispielsweise aus 2x4x200m, verpackt in unterschiedlichen Distanzen, in der ersten und zweiten Hauptlage bestand. Da dies noch nicht anstrengend genug war, schwammen wir abschließend noch eine kleine Staffel, in welcher jeder 3x50m kraulen musste. Hierbei sah man, wie die Ressourcen vieler Haie langsam aufgebraucht waren, sodass eine Gruppe mit deutlichem Vorsprung gewann. Großes Lob an Herrn Sternberger. Selbst beim Mittag konnte man die Erschöpfung deutlich erkennen. Aus diesem Grund nutzte jeder die darauffolgende Regenerationszeit.zum Stärken der übriggebliebenen Kräfte für das Abschlusstraining. Bevor es zur letzten Schwimmeinheit ging, teilten sich die Sportler in eine Spinning- und eine Yoga-Gruppe auf. Die Schweißperlen liefen wie ein Wasserfall, somit war der Sprung ins kühle Nass genau das Richtige. Entspannung war jedoch auch hier nicht in Sicht, da wir uns mit kurzen Sprints in Ansannung hielten. Zum Schluss posierten wir noch für ein kurzes Gruppenfoto und es gab eine kleine Kuscheleinheit mit unserem neuen Vereinsmitglied Hainer. Damit der Tag gut ausklingen konnte, wurden wir mit Spaghetti Bolognese überrascht. Nichts war mehr übrig und wir staunten nicht schlecht, wie viel ein Hai verdrücken kann. Um die Gewohnheiten der Woche abzurunden, spielten wir ein letztes Mal das allseits bekannte Werwolf-Spiel.

Der letzte Tag brach an und nun war klar, die Hai(m)reise steht bevor. Taschen packen, Frühstück essen, Koffer einladen, losfahren. Da alle sich an diese Checkliste gehalten haben, konnten wir pünktlich um 10 Uhr abreisen.

Zu guter Letzt` ist nun noch Folgendes zu sagen: Wir sind die Haie, die immer lachen!

(Songempfehlung: Die immer lacht – Stereoact feat. Kerstin Ott)

Caro (NICHT Cora) & Nicole

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