11./12.11. Pokalwettkampf 2017

Es war einmal ein ganz normales Wochenende im November. Kalt, grau, verregnet, dichter Nebel lag über der Skyline von Prenzlauer Berg. Wie bereits erwähnt, eben ein ganz normales Wochenende im November. Moment mal von wegen „normal“, denn es stand immerhin der allseits bekannte jährliche Pokalwettkampf auf dem Programm.

So öffneten sich die Tore der Schwimmhalle am Samstag um 14 Uhr. Für diejenigen die unseren Wettkampf über die letzten Jahre mit verfolgt haben, mag dies erst einmal merkwürdig erscheinen, wo sonst doch bereits morgens reger Trubel in der Schwimmhalle herrschte. Doch dieses Jahr gab es eine kleine Änderung. In Anlehnung an ehemalige Zeiten in der Thomas-Mann-Schwimmhalle wurde das Wettkampfprogramm wieder auf zwei Tage verteilt, wodurch sich der Wettkampfbeginn am Samstag nach hinten verschoben hatte. Ach was war nicht alles früher… Da kann man ja fast direkt wieder anfangen in Nostalgie zu schwelgen. Naja, ein anderes mal vielleicht, es geht ja heute schließlich um den Wettkampf. Die Umkleiden füllten sich also und von Minute zu Minute konnte man beobachten, wie sich immer mehr Menschen ins kühle Nass begaben und die ersten Bahnen zogen. Kurz vor 15 Uhr noch die letzten Starts geübt und Fehlerkorrekturen bei den Wenden durchgeführt und schon konnte der Wettkampf dann losgehen. Und das Programm hatte es in sich. 50m Rücken, 50m Schmetterling, 50m Freistil und im Anschluss 4x50m Lagenstaffel standen auf dem Plan. Für diejenigen, welche die Ehre hatten in allen Disziplinen anzutreten, fiel die Pause teilweise etwas kürzer als vielleicht gewünscht aus. Teilweise nur 10min Zeit hatten diese, um sich zu regenerieren und auf den nächsten Start vorzubereiten. Jedoch versuchten alle Schwimmer so viele Bestzeiten wie möglich zu erringen und somit Punkte für ihren eigenen Verein zu sammeln. Wer weiß, wozu der ein oder andere Punkt am Ende noch nützlich sein kann.

Am Ende des Tages lagen wir vor unseren Erzrivalen, dem SSV Ostring, auf dem ersten Rang. Aber es war ja erst Halbzeit, also bloß keine voreiligen Schlüsse ziehen oder gar auf seinen Lorbeeren ausruhen. Denn immerhin betrug der Abstand nur 10 Pünktchen und diese können manchmal schneller dahin schmelzen als man denkt.

Am Sonntag wurde die Schwimmhalle bereits um 9 Uhr geöffnet. Etwas müde, jedoch trotzdem sehr motivationsgeladen konnte der zweite Wettkampfabschnitt beginnen. Heute durften auch unsere kleineren Haie den Sprung ins Wasser wagen und ihr Können in 25m Rücken, Brust sowie Freistil unter Beweis stellen. Die Größeren traten stattdessen in 50m Brust und 100m Lagen an. Die Stimmung wirkte bereits zu dieser frühen Stunde sehr angeheizt. Besonders als die Kleinsten auf dem Startblock standen, wurde angefeuert, als gäbe es kein morgen mehr. Dies ließ sie zu Höchstleistungen auflaufen. Auch die größeren Haie konnten wieder viele neue Bestzeiten erringen und somit oft das Siegerpodest erklimmen.

Danach folgten die Freistilstaffeln, welche den Wettkampf schwimmerisch abrundeten. Die kleineren Haie schwammen 4x25m, während die Größeren 4x50m bewältigen mussten. Man konnte bemerken, wie sich alle Vereine am Beckenrand versammelten und ihre Staffeln anfeuerten. Es entstand im theoretischen Sinne gesehen ein kleiner Wettstreit, wer am lautesten anfeuerte. Ich muss gestehen, dass wir diesen wohl deutlich gewonnen hätten, wir waren einfach am lautesten. Mal sehen ob die eine oder andere Stimme morgen heiser sein wird. :)

Durch die Anfeuerungen wurden alle Staffelteilnehmer zu Höchstleistungen angetrieben. Getreu dem Motto „Einer für Alle - Alle für Einen“ schwamm jeder so schnell seine Flossen ihn nur tragen konnten, um für die jeweilige Staffel das bestmögliche Ergebnis zu erreichen.

Als letzter Punkt auf der Tagesordnung durfte natürlich der große und zugleich auch wichtigste Moment des Wettkampfwochenendes nicht fehlen, die Siegerehrung folgte. Hmm… welche Mannschaft wohl dieses Jahr gewonnen hatte und ganz oben auf unserem Siegerpodest stehen durfte? Bereits im Verlaufe des Wettkampfes wurde viel über diese Frage herum diskutiert und schon die ersten Theorien aufgestellt. Natürlich wollte jeder seinen eigenen Verein ganz oben sehen. Doch ja, ihr wollt wissen wer gewonnen hat… Als nach und nach die Namen der Vereine genannt wurden und unser noch nicht dabei war, konnte man bereits in die ersten hoffnungsvollen Gesichter blicken. Kommen wir nun zum zweiten Platz…

Als unsere Sprecherin schließlich nach einer kurzen Spannungspause, welche sich für uns wie eine Ewigkeit anfühlte, den Namen unser Ostring-Enten nannte, wurde auch für die Letzten sichtbar, dass wir auch dieses Jahr den ersten Platz belegten und somit unseren Titel aus dem Vorjahr gegenüber unseren Gegnern verteidigen konnten. Es scheint, als seien die Enten in unserem Haifischbecken untergegangen. Dabei dachte ich eigentlich, dass Enten schwimmen können?! Naja ob sie vielleicht doch schwimmen können oder im Wasser direkt untergehen, können Sie im nächsten Jahr unter Beweis stellen. Im Notfall werden wir Ihnen natürlich, sozial wie wir Haie nun mal sind, einen Rettungsring zur Verfügung stellen. :)

Herzlichen Glückwunsch allen Siegern & Platzierten zu ihren ihren neuen Bestzeiten!

Vielen Dank auch an alle Kampfrichter und Helfer, durch welche der Wettkampf erst ermöglicht wird!

Wir freuen uns bereits jetzt schon auf das nächste Jahr!

Nicole

Endergebnis Mannschaftswertung

Platz

Verein

Punkte

1

SSV Berliner Haie e.V.

568
2

SSV Ostring 93 e.V.

502
3

Treptower SV Berlin e.V.

171
4

SG 1887 Nußloch

71
5

TiB 1848

64
6

SSV Rotation Berlin e.V.

12

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