30 °C, strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und braun werden ohne irgendwelche Anstrengungen… Ach, was gibt es Schöneres als das? Wie wäre es einfach damit, jederzeit ins Wasser springen zu können, um sich ein wenig abzukühlen und die Hitze somit gekonnt ertragen zu können. Welch` ein Glück, dass wir genau das an diesem Wochenende vorhatten. Na gut, zugegebenermaßen war unsere Mission eine andere, aber das stellte auf jeden Fall eine beachtenswerte Nebenerscheinung dar.

Wenn ihr diesen Bericht jetzt lest, ist eines unser HAIlights des Jahres bereits pas­sé. Wovon ich hier rede oder, sagen wir mal lieber, wovon ich hier schreibe?! Von unserer Wettkampffahrt nach Wittenberg natürlich… Mit einem kleinen Team ging es am Freitagnachmittag auf in die Lutherstadt. Bei Einigen herrschte weniger, bei Anderen auch mehr Stau, an unserem Ziel eingetroffen sind glücklicherweise jedoch alle. Angekommen wurde schnell unsere Zeltlandschaft errichtet und ein erster kurzer Sprung ins Wasser gewagt, bevor auch schon die Fresspakete von zuhause geplündert werden konnten. Sahen wir danach immer noch so hungrig aus? Man weiß nicht, ob es daran lag oder einfach nur eine liebenswürdige Geste darstellte. Jedenfalls sponsorte uns ein anderer Verein riesige Schüsseln der unterschiedlichsten Salate. Es mundete allen köstlich, jedoch waren, ob man es nun glaubt oder nicht, auch unsere Mägen irgendwann gefüllt. Umsorgt waren wir auf jeden Fall aber genug. Noch kurz die wichtigsten Neuigkeiten ausgetauscht und schon ging es ab in die Federn, na gut in unsere Zelte.

Mehr oder weniger gut ausgeschlafen starteten wir in den ersten Wettkampftag des Wochenendes. Ein straffes Programm erwartete uns, welches sich aufgrund der Aufteilung in zwei Abschnitte jedoch etwas entspannter im Vergleich zu den letzten Jahren gestaltete. Sodass die Sportler und auch die Kampfrichter einmal kurz durchatmen konnten. Apropos Kampfrichter… Vielen Dank an dieser Stelle an Julius, welcher uns würdig vertrat. So nun aber zum Wettkampf, heute standen für uns 100m Schmetterling, 100m Lagen, 100m Rücken sowie die 8*50m Freistil-Staffel auf dem Plan. Bereits zu Beginn des Tages konnten wir die ersten Bestzeiten erzielen. Den Höhepunkt des Tages stellte für uns eindeutig die Staffel dar. Aufgrund der acht zu stellenden Teilnehmer verringerte sich unser Wettkampfteam am Beckenrand enorm. Dadurch ließen sie sich jedoch nicht unterkriegen, sie feuerten an, als ginge es um Leben und Tod. Dies verhalf unseren Schwimmern zu Höchstleistungen, sodass sich unsere Staffel auf den 6. Platz schwamm und somit einen Pokal mit nach Berlin nehmen konnte. Doch dies sollte nicht der einzige Pokal an diesem Samstag bleiben. Denn zum Abschluss des heutigen Wettkampfteils durfte die allseits bekannte und von den Erwachsenen geliebte Bierstaffel natürlich nicht fehlen. Unglaublich für einen Kinderwettkampf eigentlich, doch es gab mehr Meldungen als bei den normalen Staffelwettkämpfen und die Tribünen füllten sich immer schneller und schneller. Unsere Männer ließen sich nicht lumpen und schwammen und tranken sich somit auf den ersten Platz und erhielten einen Pokal für ihre fabelhafte Meisterleistung. So endete der erste Wettkampftag für uns mit zwei Pokalen und einigen Bestzeiten.

Aufgrund der aktuell herrschenden Waldbrandstufe 5 war das Grillen mit Kohle auf dem Gelände leider verboten worden. So mussten wir auf unsere jahrelange Tradition verzichten und mussten neue Ufer erklimmen, wir versuchten uns im Wraps machen. Füllen, Rollen, Essen, eigentlich doch ganz unkompliziert. Nach dem Abendessen stand dann noch ein kleiner Verdauungsspaziergang an. Es ging auf zum Stadtfest anlässlich der Hochzeit von Martin Luther und seiner Frau Katharina von Bora. Merkwürdig wie oft diese Leute nur heiraten?! Normalerweise reicht doch ein Mal aus…. Naja, ein Spektakel ist es immer wieder aufs Neue. Wir duften sogar bei der Hochzeitsparty dabei sein. Wenn dies kein Privileg ist, dann weiß ich auch nicht weiter. Wenn ich das später nur meinen Kindern erzähle, dass ich bei der Hochzeit von Martin Luther dabei war, die werden staunen. Gefüllt mit den verschiedensten Eindrücken fielen wir in süße Träume in unseren Zelten.

Der Sonntagmorgen begann für alle dann ein wenig früher, da der Wettkampf eine Stunde früher begann verglichen mit dem Vortage. Trotz der frühen Stund` waren fast alle putzmunter. Dies lag wohl unter anderen daran, dass der Wettkampfabschnitt direkt mit einem Höhepunkt für viele unserer Sportler begann. Die 8*50m Lagenstaffel stand auf dem Programm. Ein Jahr mehr oder weniger perfekte Vorbereitung lag hinter uns und das Ziel war klar definiert, Einstellung des aktuellen Vereinsrekordes. Aufgrund kleiner oder auch durchaus größerer Trainingspausen einzelner verfehlten wir unser Ziel leider deutlich. Auch wenn es hier an dieser Stelle vielleicht nicht hingehört, vielen Dank an Mario für wundervolle neun Jahre mit uns. Nach diesem spannenden und auch emotionalen Rennen ging es weiter mit den restlichen Strecken des Tages, 100m Brust und 100m Freistil. Wer selbst nicht schwamm oder aufs Siegerpodest huschen musste, um sich eine Medaille (für den 1.- 3. Platz) und/oder eine Urkunde (für den 1.- 6. Platz) abzuholen, feuerte lautstark am Beckenrand an. Es ist nachvollziehbar, dass das natürlich die Ursache war, weshalb die Zeiten so bravurös ausfielen. Na gut, die Vorbereitung durch den jeweiligen Trainer spielte vielleicht dort auch eine Rolle.

Nun nur noch schnell unser Zeltlager abgebaut, alle Gepäckstücke in die jeweiligen Autos geladen, uns auf einem Gruppenfoto ins beste Licht gerückt und schon ging es für uns auch wieder Richtung HAImat.

Die Ergebnisse können hier heruntergeladen werden!

Abschließend lässt sich festhalten, dass es wiedermal ein sehr schönes familiäres Wochenende war, welches wir im kommenden Jahr natürlich wiederholen werden.

Wir freuen uns schon auf das nächste Wochenende, welches wir mit einem großen Team in Hildesheim verbringen werden. Hier können die errungenen Bestzeiten dann bestätigt oder vielleicht sogar noch weiter verbessert werden. Seid gespannt :)

Herzlichen Glückwunsch an alle zu ihren jeweiligen Bestzeiten und Platzierungen!

Nicole

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