09./10.12. WTC-Pokal Dresden

Dresden, was triebt eigentlichen einen Berliner Hai nach Dresden?

Vielleicht ist es die Verlockung auf neue Gewässer, der Drang eine Gruppenfahrt mit zu machen oder vielleicht auch die Verlockung auf Weihnachtsmarkt, Crêpes und Glühwein. Egal was es ist, dieses Wochenende versprach alles.

Also machten sich sechs mutige Haie und unser Vereinsmaskottchen Brucilla auf den Weg nach Dresden. Bepackt mit jeder Menge Handtüchern, aufgeladenen Musikboxen, Lunchpaketen und gemäßigter guter Laune ging es im geliehen Bus auf in die neue Schwimmhalle des WTC-Pokal in Dresden.

Das Wetter bei der Abfahrt war nicht gerade freundlich, also war die Stimmung schon beim Start etwas gedämpft. Dies besserte sich auch nicht auf der zugigen Fahrt über die Autobahnen von Berlin, Brandenburg und Sachsen. Geschickt wurde dieser Missstand aber mit Wer-bin-ich? überspielt. Angekommen musste man sich dem größten Problem des Tages stellen, der Parkplatzsuche. Eine Lücke für ein unbekanntes Auto mit den Maßen sehr Breit, sehr Lang und sehr Unübersichtlich zu finden, war nicht einfach. Nach gefühlt einer Stunde suchen, konnte dann doch eine geeignete Abstellfläche gefunden werden. Nur noch Geld in den Parkautomaten werfen und Problem gelöst.

Angekommen in der Halle wurde sich routiniert ein geeignetes Lager gesucht und mit Brucilla, Handtüchern und Taschen dekoriert und befestigt. In den nächsten 5 Stunden konnte nix mehr schief gehen. So dachte man, das Wasser war ar… kalt, die Bahnen trotz der fast minusgradartigen Temperaturen sehr voll und die Einschwimmzeit fast rum. Also mussten alle vier Aktiven schnell ins Wasser, während die beiden Supporter auf das Lager aufpassten und die Konkurrenz abcheckten. Und so vergingen die Stunden, abwechselnd stürzten sich Lina, Michelle, Julian und Gregor in die Fluten, um auf ungewohnter Langbahn neue Bestzeiten zu erreichen. Die Zeit verging und das Ende des ersten Wettkampftages nahte und ließ die kleine Gruppe unruhig werden.

Denn nach dem Wettkampf hieß es Hostel suchen, Zimmer beziehen, arktische Thermowäsche anziehen und sich auf den Weg zum Weihnachtsmarkt zu machen. Davor gab es aber noch einen kleinen Zwischenhalt in einem überdimensionierten Einkaufszentrum, wo sich prompt zum zweiten Jahr in Folge verlaufen wurde, nur um eine Bank zu finden. Der zweite Zwischenhalt war dann eine Lokalität für ein warmes Abendessen. Nichts gegen Hipster, aber dieser Laden war wahrscheinlich der Inbegriff allen Hipstertums in Dresden. Aber sie versprachen leckere Burger und Pommes, jedoch sollte man am Service noch etwas arbeiten. Für den Laden würde ich drei von fünf Punkten geben.

Dann war es endlich soweit, der Stritzelmarkt ruft. Zumindest noch für 30 Minuten, aber das wussten die sechs wackeren Haie dort noch nicht. Also Thermowäsche wieder an und ab zum Weihnachtsmarkt. Als alle im Zentrum des Marktes waren wurden, wie in einem schlechten Film, alle Rollläden runtergefahren, die Grills und Stände hatte auf einmal keine Ware mehr und in jeder zweiten Bude wurde das Licht ausgeschaltet. Dazwischen hunderte von Menschen die immer eifrig hin und her wuselten.

Etwas niedergeschlagen ging es dann über das nun leere aber immer noch überdimensionierte Einkaufszentrum Richtung Hostel. Mit etwas Hoffnung auf Süßkram wurde ein REWE angesteuert, aber Dresden ist halt nicht Berlin, und so war auch dieser schon geschlossen.

Im Hostel angekommen wurde es sich bequem gemacht und mehrere Runden Mysterium gespielt. Zumindest dort konnten die sechs Haie an dem Tag Siege erzielen.

Am nächsten Morgen wurde sich ein Hostel-Frühstück reingezogen und dann wieder in die Schwimmhalle gezogen. Das Lager vom Vortag wurde wieder errichtet und anschließend wurde auf die Schwimmstrecken des Tages gewartet.

Die zwei Supporter, Florentine und Niclas, wagten sich wieder raus in der Kälte und versuchten innerhalb von zwei Stunden Dresden im Speed-Sight-Seeing zu erkunden. Scheinbar mit Erfolg. Auf jeden Fall gibt es für das kommende Jahr neue Ziele für den Samstagabend.

Nach dem Wettkampf gab es noch ein Gruppenfoto und dann ging es auch schon auf den Weg nach Hause. Wahrscheinlich eine der ruhigsten und entspanntesten Heimfahrten aller Zeiten. Nach dem alle Michelle in Marienfelde abgesetzt haben, wurde sich noch ein örtliche Burgerfiliale gesucht (zweimal Burger hintereinander, ganz schön ungesund und einseitig, wenn ich es jetzt so betrachte) und anschließend der Bus nach Hause gebracht.

Die Zeiten für dieses Wochenende findet ihr im Protokoll des Wettkampfes.

Ob wir nächstes Jahr wieder hinfahren? Klar, alle die dieses Jahr dabei waren, haben schon ihre Zusage für das kommende Jahr gegeben. Vielleicht wächst ja die Gruppe bis dahin noch an.

Gregor

Zeitzeuge dieses schönen Wochenendes

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