23.-30.03. Masterstrainingslager 2018

Die Reise führte uns in diesem Jahr zum ersten Mal ins "Warme" Italien, auf die Insel Sizilien. 11 große Haie haben sich zusammengefunden um im 26C warmen 50m Becken mit Palmen und Meerblick zu trainieren.
Auch die Hoffnungen auf einen ordentlichen Badeanzug/Badehosen Sonnenabdruck wurden nicht enttäuscht!
Es war ein fantastisches Trainingslager welches wir gerne wiederholen wollen!

Die Tagesberichte

Hallo liebe Daheimgebliebene,

den ersten Tag und somit die Ankunft haben wir geschafft. Die Gefühle und Eindrücke der mitgereisten Haie sind sehr zwiegespalten. Es gibt einiges Gutes und einiges Schlechtes, welches unseren ersten Eindruck geprägt hat. Um euch unsere Eindrücke bestmöglich zu vermitteln, haben wir uns entschieden euch zwei Tagesberichte für die Ankunft zu verfassen. Einen optimistischen und einen pessimistischen. Also lehnt euch zurück und lasst euch von uns mit in die Ankunft auf Sizilien entführen.

Nicole und Gregor

  • Optimistisch

    Endlich ging es los, das erste Trainingslager in einem warmen, freundlichen und exotischen südeuropäischen Land stand bevor. Mit bester Laune und gut ausgeschlafen ging es ohne Zwischenfälle oder Verspätungen nach Schönefeld. Dort angekommen trafen sich alle am Schalter und huschten geschwind durch die Kofferabfertigung. Im Anschluss ging es zur Sicherheitskontrolle, wo wir freundlicherweise zu einem anderen leeren Sicherheits-Checkin eines anderen Terminals umgeleitet wurden. Auch dort lief alles problemlos und so saßen wir pünktlich im Flieger auf dem Weg nach Sizilien.

    Im Flieger gab es einige interessante Leute zu sehen und kennenzulernen. So konnte Robert eine neue Bekanntschaft mit einer Gruppe junger, aufgeschlossener Kinder schließen. Auch konnte man miterleben, wie die Freude dieser Kinder durch eine einzige Daim-Torte vergrößert wurde. Und all dies, während man leise und zügig durch Mitteleuropa reiste und dabei die Alpen, Tirol, Norditalien, das Mittelmeer und schließlich Sizilien überflog.

    Angekommen erwartete uns reiner Luxus. Mit einem Bus, der für alle genug Platz bot und wahrscheinlich schon von einiger Prominenz genutzt wurde, ging es zu unserer 4-Sterne Unterkunft. Zu unserem Glück waren hier noch ausreichend freie Parkplätze zur Verfügung, sodass der Bus die Straße problemlos überqueren und uns direkt vor dem Haupteingang absetzen konnte. Die Hotelanlage befindet sich momentan teilweise in Bau, bald wird hier also 5-Sterne-Feeling herrschen. Im sehr stylisch eingerichteten Eingangsbereich des Hotels wies uns die freundliche Rezeptionistin sorgfältig ein und erklärte uns alle nötigen Details. Angekommen in unseren Zimmern wurden erstmal die Betten eingeweiht und ausgetestet. Die großzügige Terrasse, welche von unseren einzelnen Zimmern abgeht, bietet einen erstklassigen Ausblick über die schöne Landschaft und das Meer.

    Wir konnten nicht genug von der Anlage bekommen, sodass wir erstmal einen kleinen Rundgang wagten. Hierbei entdeckten wir die bereits angepriesene Wasserrutsche. Erste Pläne wurden geschmiedet, wie die Rutsche am schnellsten und schönsten überwunden werden kann. Man muss dazu erwähnen, dass die Rutsche direkt ins Meer führt, was ein einmaliges Erlebnis sein wird. Aber dies sollte nicht an diesem Tag der Fall sein.

    Nach unserer ausgiebigen und erfolgreichen Erkundungstour bekamen wir langsam Hunger, sodass wir das Essensbuffet stürmten. Vor der Auswahl der einzelnen sehr vielfältigen Speisen konnte man sich kaum entscheiden, was man zuerst essen sollte. Die Teller häuften und häuften sich. Um den Abend entspannt ausklingen zu lassen, spielten wir noch einige Runden Uno und Carcassonne. Anschließend huschten alle in ihre Betten.

    Was es noch zu sagen gibt, der Ausblick hier ist atemberaubend. Viel atemberaubender als gedacht.

  • Pessimistisch

    Abflug in Schönefeld, wer Schönefeld kennt, der weiß, dass dieser Flughafen weit hinter allen Standards von anderen gewohnten Flughäfen liegt. Nicht nur, dass wir beim Abflug drei Männer beim Pinkeln in ein einziges Pissoir sehen konnten. Nein wir wurden auch durch mehrere Terminals geschickt, um dann am Ende doch ewig in irgendwelchen Gängen und Wartebereichen ausharren zu dürfen. Denn getreu dem Motto der BVG „Verspätung gehört bei uns dazu“ durften wir ein paar Minuten länger als geplant auf unserem Fluggate verweilen. Mehr Worte muss man zu Schönefeld nicht verlieren. Uns ist jedoch neu, dass die BVG nun auch Flugzeuge besitzt.

    Der Hinflug war gesäumt mit mehreren, ja wirklich mehreren antiautoritären Familien und ihren scheinbar sehr frei erzogenen Kindern. So wurden dort wild vegetarische Würstchen, was der größte Widerspruch überhaupt ist, und andere Alnatura-Produkte herumgereicht. Ebenfalls war auf dem Flug klar zu erkennen, dass die Airline eher im niedrigen Preissegment angesiedelt war. Mit Gewinnspielen, Verkaufsaktionen und klappsitzartigen Sitzgelegenheiten wurden wir auf den 2,5 Stunden Flugzeit gequält.

    Angekommen ging es dann mit einem Bus, der eine echte Katastrophe für den Umweltschutz darstellte, zu unserer Unterkunft, denn für 10 Leute einen Bus für 30 zu schicken ist echte Verschwendung.

    In der Unterkunft fuhren wir vorbei an leeren Parkplätzen sowie verwilderten Grünanlagen zu einem geschlossen und sich scheinbar im Bau befindlichen Eingangsbereich. Wie die Verrückten rannten wir mit unseren Koffern durch die Gegend und suchten nach der Rezeption. Wir haben gefühlt alle Türen dieses Gebäudes erkundet und versucht zu öffnen, soweit dies zumindest möglich war. Nach viel hin und her hat sich dann doch jemand erbarmt uns einzuweisen und zu einer zuständigen Person und unseren Schlüsseln zu führen. Die nächste böse Überraschung erwartete uns direkt in unseren Zimmern. Dort stellten wir fest, dass wir wahrscheinlich die ersten Gäste nach einer längeren Winterpause waren. Die Staubschichten am Boden und an den Wänden waren nicht zu übersehen, eigentlich ein perfekter Ort für einen Horrorfilm, für diejenigen die den Film „Shining“ kennen.

    Um uns jedoch einen besseren Überblick verschaffen zu können, gingen wir eine kleine Runde durchs Objekt. Dort entdeckten wir auch die heiß erwartete Wasserrutsche. Erwähnenswert ist, dass diese durch mehrere Becken ins Meer führen sollte. Was wir bekamen war ein verwilderter Weg hin zur Rutsche, mehrere Steinschläge auf den Fliesen durch die nahen Felsen, sehr verdreckte Schwimmbecken, Rost und einen sehr gefährlichen Wieder-Ausstieg vom Meer zurück zur Rutsche. (Vielleicht seht ihr ja hier auch ein paar Bilder der Tour).

    Nachdem sich unser Eindruck auch beim restlichen Rundgang durch das Objekt nicht verändert hatte, ging es zum Essen. Die Hoffnung auf Besserung lag in der Luft. Es gab, wie zu erwarten, Pizza und Nudeln. Na toll, da reist man einmal quer durch Europa und bekommt das identische Essen wie zu Hause. Abends haben wir dann nicht mal einen Raum für eine gemeinsame Abendgestaltung erhalten, so mussten wir im kalten, steingefließten Eingangsbereich des Essenssaals verweilen und mit ein paar Runden Uno und Carcassonne den Abend verschönern. Anschließend ging es in die Betten.

    Was es noch zu sagen gibt, hier ist es saukalt. Viel kälter als wir alle gedacht haben.

Hai Ihr Daheimgebliebenen,

der zweite Tag ist angebrochen und für uns standen die ersten Sporteinheiten bevor. Natürlich sind die gestrigen Tagesberichte eher scherzhaft gemeint. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Jedoch hat sich ein Satz bei uns besonders eingebrannt. Nämlich nach jedem negativen Punkt in diesem Trainingslager kommt stets der Satz: „…, aber die Aussicht ist schön.“ Und das ist wahr, das ist sie auch.

Aber zurück zu unserem zweiten Tag. Nach Gesprächen mit dem Hotelpersonal und unserem Betreuer stellte sich heraus, dass die Saison für unser Hotel erst im April beginnt. Dies bedeutet, dass hier alles erst aus dem Winterschlaf geholt wird und die zwei Hausmeister/Gärtner allerhand zu tun haben. Unser Morgen war eher frisch und auf uns wartete das erste Frühstück unseres Aufenthaltes. Die Auswahl der Speisen hielt sich zwar in Grenzen, jedoch mundete es schlussendlich allen.

Nach einer kurzen Verdauungspause durften wir dann endlich auch den Sprung ins kühle Nass wagen und die ersten Bahnen ziehen. Die erste Trainingseinheit verging wie im Fluge und schon war die Stunde vorbei. Schnell mit dem Handtuch abgetrocknet beziehungsweise von der strahlenden Sonne trocknen lassen und schon stand der nächste Programmpunkt auf dem Plan. Das Mittagessen stand bevor.

Nachdem alle ihre Mägen gefüllt hatten, mussten wir erstmal ein Haierchen abhalten. Während sich die einen in ihre Betten zurückzogen, sonnten sich die restlichen Haie auf der Terrasse und spielten die ein oder andere Runde Uno. Völlig ausgeruht folgte darauf schon die zweite Trainingssession. Minute um Minute verging und der Trainingsplan neigte sich dem Ende. Völlig erschöpft huschten alle aus dem Becken. Nicht nur, dass alle an ihre körperlichen Grenzen kamen, bereits die ersten Abdrücke der strahlenden Sonne waren deutlich auf den Körpern erkennbar. Um allen wirklich die letzte Energie zu rauben, wurden noch die ein oder anderen Runden Ultimate Frisbee sowie Volleyball gespielt. Bereits im Verlaufe des Spiels konnte man die ersten knurrenden Mägen hören. Um diesem Gejaule ein Ende zu setzen, ging es schnell Essen fassen. Und dies half, daraufhin verstummten nicht nur die Mägen der einzelnen Personen, nein alles war still. Vielleicht lag es am Essen, vielleicht jedoch auch daran, dass unsere Trainerin nun bei uns angekommen war und wir uns von nun an benehmen mussten oder es zumindest versuchen sollten. Um den wundervollen Tag ruhig ausklingen zu lassen, wurden wieder einige Spiele ausprobiert und der eigene Bildungshorizont durch die Bildung von bisher nicht existenten Wörtern erweitert. So, nun aber ab unter die Bettdecke.

Nicole & Gregor

Guten Abend Ihr Lieben,

der dritte Tag hier auf Sizilien neigt sich für uns dem Ende. Doch anstatt sich sanft in die Federn zu begeben und süß zu träumen, jagen die Mafiosi die Polizei. Was es damit auf sich hat? Das wird später verraten, erst einmal der Reihe nach.

Als der Wecker klingelte, sahen alle Gesichter zuerst einmal noch ein wenig müde aus. Dies hatte höchstwahrscheinlich zwei unterschiedliche Gründe. Zum einen verkürzte sich unser Schlaf aufgrund der Zeitumstellung um eine ganze Stunde, zum anderen erschien der Himmel etwas trüber als sonst und es regnete. Nun stellt sich die Frage, wer da gestern sein Abendbrot nicht aufgegessen hat?!

So viel zu Essen. Nach einem bereits bekannten und relativ übersichtlichen Frühstücksbuffet folgte direkt der Sprung vom einen ins nächste Nass. Unser Trainer scheuchte uns kreuz und quer durch das Schwimmbecken, mittlerweile sollten wir alle Kacheln in- und auswendig kennen.

Kurz umgezogen und dann gab es Mittag. Vollgegessen und mit runden Bäuchen kugelten wir in unsere Zimmer, um uns ein wenig zu regenerieren. Denn wenig später stand bereits die nächste Wassereinheit an. Ohne Probleme bewältigten wir den Trainingsplan nach bestem Gewissen.

Wer dachte, dass wir uns nun wieder ausgeruht haben, der täuscht sich. Schnell umgezogen und schon ging es weiter. Wir machten einen kleinen Spaziergang zum Strand. Über lange, quasi endlose Straßen, und strömenden Regen ging es zu einem, von der Ferne gutaussehendem, Sandstrand. Dieser stellte sich jedoch als schnöder Kiesstrand mit Müllkippe heraus. Um das Beste aus dieser Enttäuschung zu machen zückten wir Google und suchten die nächsten Sehenswürdigkeiten. Es stellte sich heraus, dass es genau dort ein altes römisches Bauwerk, samt Aquädukt, gab. Außerdem fanden wir einen alten Pfad zu einer verlassenen und verfallenen Touristenattraktion. Der Weg dahin war zwar kaum noch zu finden, weil er eingestürzt oder zu gewachsen war. Aber unsere mutigen Entdecker fanden trotzdem einen Weg und am Ende des Wegs erwartete uns ein Bunker aus dem 2. Weltkrieg und eine Grotte samt Badestelle. Doch irgendwann wurde es dunkel und wir mussten uns wieder auf den Heimweg machen. Also ging es den verfallenen Weg, den Kiesstrand und die endlose Straße zurück.

Daraufhin folgte das Abendbrot. Dort erwartete uns eine Überraschung, es gab Eis. Ein ersehnter Traum wurde endlich wahr. Obwohl alle eigentlich satt waren, das ein oder auch andere Eis fand noch seinen Weg in die einzelnen Bäuche.

In einer entspannten Runde wollten wir noch eine Partie Werwolf spielen. Aus regionalem Anlass entschied sich der Spielleiter dazu, die Geschichte des Spieles ein wenig zu verändern. Anstatt auf Mördersuche zu gehen, durften die Bewohner des Dorfes, welche hier die Rolle der Mafiosi übernahmen, die bösen Polizisten jagen. Dies klappte teils mehr, teils weniger erfolgreich. So viel dazu… Da diese Jagd natürlich sehr anstrengend war, geht es für uns nun in unsere Bettchen. Gute Nacht.

Nicole & Gregor

Hai Ihr lieben Daheimgebliebenen,

heute war es soweit, unser Besuch in Palermo. Die Hochburg der Mafia und Geburtsort der Cosa Nostra, der ersten Mafia-Organisation der Welt. Unser Ziel war es Kontakt aufzunehmen und im besten Fall jemanden einzuschleusen. Um uns für diesen Besuch vorzubereiten, hatten wir noch einige Programmpunkte auf unserer Tagesordnung. Aber der Reihe nach.

Der Morgen begann mit einem kleinen Frühstück und einigen kleinen Sporteinheiten, die uns im Ernstfall das Leben retten sollen. Denn falls wir vor der Mafia wegschwimmen, weglaufen oder um unser Leben kämpfen müssen, wollten wir ja vorbereitet sein. Also hielten wir uns genau an die Angaben unseres Trainers und schwammen, liefen und stärkten wie verrückt unsere Muskeln. Aber aus Spaß wird ja bekanntlich immer irgendwann ernst und so mussten wir Punkt 13.30 Uhr, gestärkt durch eine weitere kleine Mahlzeit, erfrischt durch eine kurze Dusche und gelockert durch einige Späße, abfahrbereit sein.

Die Fahrt verlief wie zu erwarten problemlos, denn niemand wusste, dass wir auf dem Weg waren und so konnten wir unbehelligt ins Stadtzentrum vordringen. Vorbei an riesigen Denkmälern, kolossalen Plätzen und altehrwürdigen Gebäuden wurden wir von unserem Mannschaftsbus an einer öffentlichen Fußgängerzone entlassen. Die Stimmung schien unter den Passanten ausgelassen zu sein. Doch niemand aus dem Team wollte diesem Schein so recht glauben. Denn es ist ja bekannt, dass die Mafia

im Geheimen operiert und jeder harmlose Passant gerade im Auftrage der „La Familia“ unterwegs sein kann. Wir ließen uns von diesem Bild aber nicht aufhalten und gingen erstmal die Fußgängerzone Richtung Stadtzentrum hinunter. Unterwegs wurde vorsichtig in jeden Laden geschaut, um dort nach verdächtigen Gegenständen Ausschau zu halten. Unsere drei Spezialisten, Lina, Nicole und Maxie, versuchten im Geheimen mehrere verdächtige Gegenstände zu erwerben und für die weitere Untersuchung mitzunehmen. Die Souvenirs, wie sie ausgeschildert waren, können nach unseren Einschätzungen wahrscheinlich erst zu Hause genauer geprüft und katalogisiert werden.

Nach dieser erfolgreichen Transaktion galt es die örtlichen Nahrungsmittel zu inspizieren. Wir suchten uns dafür das zwielichtigste Cafe in der ganzen Gegend heraus. Der Zutritt dazu stellte sich als sehr einfach heraus. Schon auf der Straße wurden wir freundlich von einer jungen Italienerin in Camouflage eingeladen auf Stühlen direkt im freien Platz zu nehmen. Ob man uns erkannt hat oder ob der Kaffee einfach so 4,50€ gekostet hat, konnten wir nicht sagen. Wir waren einfach froh, als wir wieder weiterziehen konnten. Nun zur Vorsicht ermahnt beschlossen wir uns lieber für den Rest des Tages zu trennen.

Die Hauptgruppe hatte den Plan die nahe Kathedrale zu erkunden. Denn wie aus unseren Informationen hervorging, spielen sich dort die meisten Kontaktaufnahmen und Auftragsvergaben ab. Also streiften diese acht zur Kirche und erkundeten sie von innen und außen. Und dort entdeckten wir den ersten handfesten Beweis für die Mafia in Palermo. Denn in der Kathedrale war der Sarg eines Priesters aufgebahrt, der in den 70er Jahren durch die Mafia ermordet wurde. Der Grund war die Angst der Mafia vor der Aufklärung der Bevölkerung durch die Kirche. Ermutigt durch unseren ersten Erfolg wollte die Hauptgruppe sich auch gerne die Gegenseite der Mafia, die Polizei, ansehen. Also gingen wir zur nahen Polizeistation. Dort wurde uns der Zutritt jedoch verwehrt. Also blieb uns nur eine äußerliche Begutachtung.

In der Zwischenzeit gingen unsere jungen Damen auf eigene Erkundungstour zum Hafen und anschließend wagten sie einen Rundgang durch die Hinterhöfe von Palermo. Jedoch schienen sie zu abschreckend oder zu gefährlich zu wirken. Ebenfalls unbehelligt streiften sie durch die Stadt und konnten sogar den Warenkorb des Teams erweitern.

Um 18.30 Uhr endete dann wohl oder übel unsere Expedition leider erfolglos. Wir konnten keinen Kontakt zur Mafia aufnehmen und auch niemanden in die Cosa Nostra einschleusen. Vielleicht hätten wir den Großteil unserer Informationen nicht aus Büchern oder Filmen ziehen sollen. Aber wir konnten Palermo als friedliche Stadt kennenlernen und die Stadt als Urlaubsziel weiterempfehlen. Auf der Reise zurück zu unserer Unterkunft konnten wir wieder etwas durchatmen und uns auf unser Abendessen freuen.

Um jedoch für unsere nächste Mission zu trainieren, übten wir am Abend noch einmal unsere Mafiosi-Simulation (Mörder/Werwolf).

Gregor

Hai,

Tag fünf, vielleicht sollte dies einmal erwähnt werden. So langsam machen sich Schwächen in unserem Team breit. Die ersten Personen wurden getapt, es gab Verletzte und unser Trainer ging an diesem Tag in ein stilles Battle mit den anderen Trainern am Beckenrand. Aber wie jeden Tag auch hier wieder der Reihe nach.

Wie auch an jedem anderen Tag gab es wieder einmal Frühstück. Dies mundete den einen mehr, den anderen weniger.

Wie bereits auch schon gestern kräftigten wir unsere Muskeln durch einige Übungen vor einer traumhaften Kulisse am Meer. Übung um Übung verging und wir konnten unsere Bauchmuskeln sowie auch andere teilweise noch nicht bewusst existente Muskelgruppen unseres Körpers spüren. Alles schien perfekt bis es passierte. Auf den Holzbalken, auf welchen wir die Sit-ups absolvierten, waren anscheinend ein paar Holzspäne gelöst. So geschah es, dass Lina sich einen Holzsplitter einfing. Dieser saß jedoch so tief und versteckt unter der Haut, sodass wir ihn trotz vielfältiger Methoden nicht direkt entfernen konnten.

Trotz dieses Schrecks ließen wir uns nicht unterkriegen und begaben uns zu unserer nächsten Einheit ins Schwimmbecken. Anscheinend war die Anlage des Beckens über Nacht ausgefallen, sodass die Temperatur ein wenig kühler im Vergleich zu den vorherigen Tagen erschien. So schwammen wir so schnell wir konnten, um unsere Körper auf Hochtouren zu bringen.

Nach dieser anstrengenden Trainingseinheit schleppten wir uns mit unseren letzten Kräften zum Mittagessen. Die Teller häuften und häuften sich, um unsere knurrenden Mägen nach und nach zu füllen und wieder neue Energie zu tanken.

Um ein wenig regenerieren zu können, entspannten wir anschließend in unseren Zimmern beziehungsweise strahlten auf der Terrasse mit der wärmenden Sonne um die Wette. Unsere Mission, so braun wie möglich zu werden, ging ebenfalls erfolgreich in die nächste Runde. Hmm, wie braun wir wohl am Ende unseres Trainingslagers sein werden, das ist hier die Frage. Wir werden es sehen.

Bereits während des Trainings am Vormittag hatten die ersten Sportler über leichte Schmerzen an unterschiedlichen Stellen ihrer Körper geklagt, sodass nun nach und nach immer mehr Tapes auf den einzelnen Sportlerkörpern erkennbar waren. Wir müssen uns wohl eingestehen, dass wir nicht mehr die Jüngsten sind.

Gestärkt durch den Mittagsschlaf und voll aufgetankt von der Sonne machten wir uns auf den Weg zu unserer nächsten Aktivität. Der Plan Volleyball zu spielen, bereitete uns bereits die ersten Schwierigkeiten. Auch wenn wir viel können, alles jedoch nicht, zumindest noch nicht. So mussten wir unsere Ansprüche erstmal ein wenig hinunterschrauben. Wir begannen zuerst mit kleineren Wurfübungen und steigerten uns schlussendlich zum Spiel Ball-über-die-Schnur. Wir fühlten uns ein wenig in die Zeit zurückversetzt, in welcher wir das noch selbst mit unseren Trainern beziehungsweise in der Schule gespielt haben. Im Endeffekt hat es uns allen trotz erster Zweifel viel Spaß bereitet, sodass die Zeit wie im Fluge verging.

Wer nun dachte, dass die Sporteinheiten hiermit für heute beendet waren, der täuscht sich gewaltig. Ohne Gnade wurden wir der Reihe nach erneut ins Wasser gescheucht, um unsere Bahnen zu ziehen. Dies stellte sich glücklicherweise als wärmer im Vergleich zu heute Morgen heraus. Während wir unsere Trainingseinheit absolvierten, machten sich Franz und Lina auf eine Expedition in ein italienisches Krankenhaus, um den Splitter professionell entfernen zu lassen. Trotz eines gefüllten Wartezimmers wurde sie direkt von den Ärzten behandelt. Wir können berichten, dass alles gut überstanden wurde und die Beiden wieder gesund und munter zu uns zurückgefunden haben.

Im Anschluss trafen wir uns alle beim Abendessen wieder und verspeisten die unterschiedlichsten Gerichte.

Um unsere Traditionen weiterhin am Leben zu halten, spielten wir vor dem Schlafengehen noch die ein oder andere Runde Werwolf.

Nicole

Hai liebe Follower,

kommen wir zu Tag 6. Wie gestern schon erwähnt fängt unsere Gruppe langsam an zu schwächeln. Am Ende des heutigen Tages waren es bereits vier Sportler, die mit bunten Klebeband, getapt und noch viel mehr Sportler, die an noch mehr Stellen Schmerzen hatten. Bekannterweise würde jetzt wieder der Satz „Aber der Reihe nach“ kommen. Aber heute erzählen wir den Tag einfach mal andersherum.

Der Abend

Geendet hat der Abend mit einer ganz entspannten Runde Code-Names. Einem Spiel wo es gemeinschaftlich darum geht seinem Team mehrere Begriffe aus 25 Möglichkeiten durch ein einziges Wort zu erklären. Dieses Spiel hatte im Verein in diesem Trainingslager das erste Mal Premiere und kann es bestimmt noch weit bringen. Davor durften wir die große Schlacht am Buffet live miterleben. Die Darsteller waren etwa 100 Teenager, eine Handvoll Eis, Schnitzel und viel zu wenige Beilagen. Wie wild wurde gedrängelt, geschubst und gierig die größten Portionen auf die Teller geladen. Dass dabei niemand getötet oder schwer verletzt wurde, grenzte fast an ein Wunder.

Der Nachmittag

Geendet hat der Nachmittag mit erstklassigen Gruppenfotos, wo auch zum ersten Mal unsere Fahne aus der Reisetasche geholt wurde. Wie bereits gestern spielten wir wieder Ball-über-die-Schnur und konnten uns sogar auf Volleyball steigern. Man könnte quasi sagen, dass wir uns von Grundschulniveau, mit Ball-über-die-Schnur, auf Oberschulniveau, mit Volleyball, gesteigert haben. Da wir jedoch 11 Personen waren, mussten wir 5 gegen 6 spielen. Nach fünf spannenden Spielen verlor leider die unterlegene 5-Personen-Mannschaft. Aber wir alle haben an Erfahrungen und Muskelmasse gewonnen. Bevor wir aber uns zu diesen erstklassigen, sportlichen Leistungen aufgerafft haben, mussten wir uns in zwei Stunden im Mittagsschlaf/-pause erholen.

Der Mittag

Ratet mal was es zum Mittag gab? Richtig, vielleicht war es gar nicht so schwer, es gab Nudeln. Sonst blieb der Mittag unspektakulär.

Der Vormittag

Der Vormittag, wie gestern schon im Bericht angedeutet, versucht unser Trainer nun schon seit mehreren Tagen in einen Trainingsplan-Battle mit den Nachbarbahnen zu treten. Wie bekloppt werden die Sportler zu wilden Kombinationen gedrängt. Heute erfand ein Trainer aus Ravensburg sogar ein Sprintspiel, wo die Sportler sich Leben erschwimmen konnten und mit drei Leben gewonnen haben. Andere Trainer aus Gelsenkirchen und Nordrheinwestfalen schrien ihre Schwimmer beim kleinsten Fehler an und machten sie regelrecht zur Sau. So wurden wir heute in unseren zwei Stunden Training voll in diesen Wettstreit reingezogen. Aber wo wir in diesem geheimen Battle stehen wissen wir nicht. Vielleicht kann uns Catrin dies in den kommenden Tagen ja mal berichten oder vielleicht auch wenn wir gewonnen haben. Überstanden haben aber diese Einheit alle und Lina, immer noch vom Training befreit durch ihre Verletzung, coachte uns nach besten Wissen und Gewissen. Sie überzeugte uns durch ein schlechtes Gewissen davon alle Punkte auf dem Plan immer mit voller Konzentration und 100% anzugehen.

Der Morgen

An diesem etwas wolkigen Morgen klingelte der Wecker bereits um kurz vor 7.30 Uhr, um alle Sportler zu einer kleinen Mahlzeit und Stärkung in den Essenssaal einzuladen. Mehr Ereignisse hielt dieser kühle und etwas regnerische Morgen nicht bereit.

Das war unser sechster Tag. Ein bisschen spielt sich hier langsam ein Alltag ein und auch an die Aussicht haben wir uns so langsam gewöhnt. Aber nur langsam. Jetzt warten nur eine Trainingseinheit auf uns und auf die warten wir mit voller Spannung. Also schöne Grüße aus Sizilien und lasst uns ein Like da.

Gregor

Buona sera!

Unsere Zeit hier auf Sizilien neigt sich so langsam leider dem Ende. Schon morgen steht der HAImflug nach Berlin für uns auf dem Programm. Ob dieser sich wieder so abenteuerlich gestaltet wie unser Hinflug wird sich noch zeigen. Wir werden dann natürlich auch davon berichten.

Wer hätte es anders gedacht, wie bereits an jedem anderen Morgen stand auch heute wieder einmal das Frühstück auf der Tagesordnung. Anfangs saßen unsere 11 Sportler aufgrund der frühen Uhrzeit noch mit müden Gesichtern und schlaffen Körpern über ihren eigenen Tellern. Wie auch bereits gestern mussten wir bereits um 7.30 Uhr frühstücken, eine unmenschliche Uhrzeit, wenn ihr mich fragt. Spätestens nachdem die Brötchen, Croissants und anderen Leckereien verschlungen waren, veränderte sich die Mimik unserer Sportler deutlich sichtbar ins Positive. So sind wir doch anschaubar.

Nachdem wir unsere Muskeln durch einige Übungen erwärmt haben und so auch unsere Trainingsmotivation steigern konnten, begaben wir uns auf den Meeresgrund, nein es war nur der Boden unseres Schwimmbeckens. Während der zweistündigen Trainingseinheit fiel auf, dass wir wieder einmal die friedlichsten Sportler und Trainer besitzen. Die Coaches der anderen Vereine schrien ihre Schwimmer bei dem minimalsten Fehlerchen an und demütigten sie aufs Übelste. Wir hingegen blieben sachlich und führten einfach kleine Fehlerkorrekturen durch. Wieso unnötig schwer machen, wenn es doch einfach geht? Das Highlight der heutigen Trainingseinheit waren die unterschiedlichen Staffeln am Ende. Auch wenn wir nur unter uns waren und es kein richtiger Wettkampf war, feuerten alle ihre Teilnehmer so doll wie nur möglich an und trieben sie so zu Höchstleistungen. Um die Einheit ausklingen zu lassen, entstand noch eine kleine Fotosession vor, auf und neben den Startblöcken mit unseren neuen Vereinsbadeanzügen & -hosen. Ich finde, wir besitzen bereits das ein oder andere Modelpotenzial. So endete unsere letzte Wassereinheit dieses Trainingslagers. Nur noch schnell vom Schwimmbecken verabschieden…

Gestärkt durch ein kleines Mittagessen, jedoch noch völlig verausgabt von der Wassereinheit genossen wir eine kleine Entspannungsrunde auf der Terrasse. Während sich die Einen zu einem zweiten Fotoshooting vor einer traumhaften sonnigen Kulisse am Meer verabredet hatten, zog es vier Mutige auf eine kleine, vielleicht auch größere Expeditionstour. Sie wanderten durch die verschiedensten Landschaften Siziliens und erklommen die ein oder andere Erhöhung. Hierbei entstand, ebenso wie bei unserem Fotoshooting am Meer, das ein oder andere Postkartenmotiv. (Ihr werdet bestimmt einige tolle Schnappschüsse zu Gesicht bekommen.)

Um sich die Zeit ein wenig zu vertreiben, bis unsere treuen Wanderer wieder zurückkehrten, wurde erneut das Volleyballfeld gestürmt. Mithilfe einiger kleinerer Wurfübungen konnten wir schlussendlich auch „normales“ Volleyball spielen. Die Zeit verging wie im Fluge, fast so schnell wie der Volleyball über dem Netz hin- und herflog.

Pünktlich zum Abendbrot waren wir dann endlich wieder vollzählig, sodass wir das Mahl auch vollkommen in allen Zügen genießen konnten. Hmm, das Wasser lief uns im Mund zusammen. J Obwohl alle ihre Teller häuften und häuften, gab es Einige unter uns, welche anscheinend noch Hunger besaßen und munter die unschuldigen Dorfbewohner ermordeten. Diese Werwölfe sollten sich schämen. So endete unser letzter Abend hier auf Sizilien. Schlaft gut.

Nicole

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